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  • Detailbeschreibung ⛺ Coiba Mare Höhle

    Coiba Mare ist eine Höhle im Kreis Alba, 300 m vom Weiler Casa de Piatră entfernt. Die Gesamtlänge aller Gallerien übersteigt 4 km, und das interessanteste Merkmal an dieser Höhle ist das Portal (der Höhleneingang), deren Abmessungen 47 m in der Höhe und 74 m in der Breite betragen.

    Ganzjährig besuchbar – es werden Lichtquellen benötigt, und für die Erkundung der gesamten Höhle wird Höhlenausrüstung benötigt. Während den Hochflutperioden des Flusses Gărdișoara wird von einem Besuch der Höhle abgeraten, aufgrund der Möglichkeit der Flutung der engen Passagen und der Unmöglichkeit des Verlassens der Höhle bis zum Eintritt niedrigerer Wasserpegel.

    Ein dünnes Rinnsal, völlig unbedeutend im Vergleich zur kolossalen Öffnung, tritt unterhalb des linken Ufers des Gârdișoara Flusses hervor, aus dem Izbuc von Coibița und fließt mutig unter den gewaltigen Arkaden. Es ist eine exzellente Orientierungshilfe, denn folgt man seinem Lauf, findet man leicht den Pfad zu den Tiefen der Höhle. Das Rinnsal durchquert zuerst ein riesigen Raum – Sala Mare, der jedoch immer enger wird, wie ein riesiger Trichter. An den Seiten sind auf verschiedenen Höhen Öffnungen von Gallerien sichtbar, die zu einem oberen riesigen und extrem verzweigten System führen. Aus diesem Grund und aufgrund der zahlreichen technischen Schwierigkeiten, wird den Touristen von einem Besuch des Systems abgeraten. Am schmalen Ende des Raumes fließt das Rinnsal unter zwei tiefe aufeinanderfolgende Gewölbe durch, die einem zum Kriechgang für einige Meter zwingen (ziemlich schwer zu finden, wenn das Rinnsal trocknet), und fließt dann in dem Raum Jeannel (Sala Jeannel) rein.

    Von hier aus fließt das Bächlein in den zweiten großen Raum, “Sala Confluenței” (Mündungsraum) genannt. Hier fließt er zusammen zu einem viel größeren Wasserlauf, der in Wirklichkeit ein unterirdischer Strom der Wassermassen des Gârdișoara Tals ist. Diese Gewässer verlassen ihr oberirdisches Flussbett durch den schwer zugänglichen und unwirtlich aussehenden Eingang der Höhle Coiba Mică, 350 m stromaufwärts gelegen. Deren unterirdischer Strom durchfließt eine 60 m lange und 10 m tiefe Rinne, die die Höhle Coiba Mică von der Höhle Coiba Mare effektiv trennt. Danach, an dem Mündungsraum vorbei, fließen die Wassermassen durch eine breite Gallerie, durch die das Fortbewegen mühsamer wird, aufgrund der hohen Wasserströmung. Ein ca. 3 m hoher Wasserfall und zwei tiefe Seen, die nur mithilfe eines Schlauchbootes durchquert werden können, bilden schwer überwindbare Barrieren. 386 m weiter erscheint noch ein See, dieses Mal voller Rinnen, der jedes Erkundungsgerät machtlos werden lässt: auf dem schwarzen Wasserspiegel haben die Strömungen im Laufe der Zeit zahllose Baumstämme angespült, zusammengeschoben in ein chaotisches Geflecht von Ästen und Baumstummel, die weder durch Boote noch durch Taucher bewältigt werden können. Er wird auch “See des Todes” genannt (“Lacul Morții”). Das Wasser durchquert noch mindestens weitere 2,5 km unbekannter Gallerien, bevor es vom rechten Ufer des Flusses Gîrda Seacă aus wieder an die Oberfläche strömt, durch die Höhle Izbucul Tăuz, an der Stelle namens “La Moara Filii”.